#045 Let's watch: Mind Game

 Mind Game

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[Produktionsjahr: 2004 - Produzent: Eiko Tanaka - Regie: Masaaki Yuasa; Idee: Robin Nishi]

Die Tage hatte ich endlich mal Zeit und Muße diesen Anime in Ruhe zu sehen. Er stand nun lange genug im Regal. xD Ich denke aber es war richtig auf den geeigneten Moment zu warten, denn das Filmchen ist nichts mal eben schnell für zwischendurch. ^^"

Zur Story: Die ist schnell erzählt.

Sie beginnt damit, dass der ziemlich neurotische Mangazeichner Nishi (sollte die Figur etwa vom Autor selbst inspiriert sein? xD) seine Jugendliebe Myon wieder trifft. Er begleitet sie in eine Bar, welche Myon's Schwester Yan betreibt. Nachdem sich zuerst die klischeehatften Abgründe männlicher Seelen auftun, wird diese Szene von 2 Yakuza unterbrochen. Eine Kugel schickt Nishi auf sehr unwürdige Weise ins Jenseits. Dort bekommt er sein jämmerliches Leben aber so schonungslos von Gott unter die Nase gerieben, dass er anstatt brav zu erlöschen, sich eine 2. Chance im Leben erkämpft. Er findet sich kurz vor dem Moment wieder, in dem er eigendlich das zeitliche segnen sollte und kann den Spieß umdrehen. Er flieht zusammen mit Myon und Yan vor den Yakuza. Die temporeiche Fahrt wird allerdings von einem Riesenwal unterbrochen der die 3 kurzerhand verschluckt... Die Geschichte endet allerdings nicht hier, sondern setzt sich im inneren des überraschend wohnlichen Wals fort. ^^

Dem aufmerksamen Leser dürfte nicht entgangen sein, dass es dieser Film nicht so genau nimmt, mit der Realität. Während des ansehens, fragt man sich immer wieder unter welchen Drogen sowohl der Zeichner als auch das Produktionsteam gestanden haben muss...

Da wär zum einen das Design. Im Sekundentakt wechseln knallig bunte Elemente mit tristen oder "sauberen" Zeichnungen. Verschiedenste Darstellungsstile geben sich die Klinke in die Hand; stören jedoch nicht den Ablauf. Im Gegenteil. Sie unterstreichen noch die Absurdität und den abstrusen Plot. Es soll nicht hübsch sein, sondern eindrucksvoll.

Durch die rasche Erzählweise und die vielen Gedankensprünge, muss man konzentriert bei der Sache bleiben um den Faden nicht zu verlieren. Den gibt es übrigens. Besonders zum Schluss, werden alle Handlungsstränge noch einmal zusammengeführt und man findet sich wieder am Ausgangspunkt. Alles fügt sich sinnvoll zusammen und die Botschaft des Films kann in vollen Zügen genossen werden.

Die skurrilen Charaktere und Humor grenzen teilweise schon an Perversität. Doch genau das macht den Film aus. Das fröhliche Anders vermittelt eine wunderbare Botschaft und der Detailreichtum und die (tatsächlich!) durchdachte Story machen einen herrlichen Kultfilm aus diesem Anime. In Japan verkaufte er sich leider nur mäßig und erfreute sich aber dennoch eines großen Liebhaberkreises. Wenn man sich darauf einlässt, versteht man auch warum. ^.~

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12.4.11 17:42

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